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Kaluza, G. (1999) Sind die Effekte eines primär-präventiven Streßbewältigungstrainings von Dauer? Eine randomisierte, kontrollierte Follow-up-Studie. Zeitschrift für Gesundheitspsychologie, 7 (2), 88-95
Abstract:
In einer randomisierten Kontrollgruppenstudie wurden die längerfristigen Effekte eines kognitiv-behaivioralen Stressbewältigungstrainings in der primären Prävention auf das psychophysische (Wohl-)Befinden und das selbstberichtete Bewältigungsverhalten ein halbes Jahr nach Interventionsende untersucht. 47 Trainingsteilnehmer und 33 Kontrollpersonen nahmen an der Follow-up-Untersuchung teil. Die Drop-out-Rate betrug 19%. Die Interventionen bestand aus einem Training in Progressiver Muskelrelaxion, einem strukturierten Problemlösetraining und einem Genußtraining. Folgende Erhebungsinstrumente wurden eingesetzt: die Eigenschaftswörterliste (EWL) von Janke und Debus (1978), der Gießener Beschwerdebogen (GBB) von Brähler und Scheer (1983), der Streßverarbeitungsbogen (SVF) von Janke, Erdmann und Kallus (1985) sowie Ratingskalen zur Erfassung des Medikamentenkonsums. Die Daten wurden mit den jeweiligen Ausgangswerten als Kovariaten varianzanalytisch ausgewertet. Signifikante Trainingseffekte zeigten sich bei vier von fünf Bewältigungsfaktoren sowie bei zwei von vier Befindenskriterien. Sechs Monate nach Trainingsende wiesen die Trainingsteilnehmer stärker ausgeprägte aktive Kontrollversuche und relativierende kognitive Bewältigungsformen, mehr kompensatorische Bewältigungsmöglichkeiten sowie weniger resignativ-vermeidende Tendenzen und ein besseres psychisches Befinden als die Kontrollpersonen auf.
Schlüsselwörter: Streß, Bewältigung, Training, primäre Prävention, Gesundheitsförderung, Wohlbefinden, binominal effect size display
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