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Keller, S., Weimer-Hablitzel, B., Kaluza, G. & Basler, H.D (2002). "Smoking policy" - Einstellungen zur Raucherpolitik in Abhängigkeit vom aktuellen Raucherstatus. Zeitschrift für Medizinische Psychologie, 12, 177 - 185.

Abstract:

Hohe Prävalenzraten des Rauchens legen nahe, neben individuellen therapeutischen Angeboten auch regulierend durch gesetzgeberische Maßnahmen auf den Tabakkonsum einzuwirken. In Deutschland ist wenig über die Einstellungen der Bevölkerung zu solchen Maßnahmen bekannt. Ziel dieser Arbeit ist es, die Einstellungen zur Raucherpolitik mit Hilfe einer deutschen Version (SPI-D) des in den USA entwickelten "Smoking Policy Index" zu analysieren und die Zustimmung zu regulierenden Eingriffen in Beziehung zu a) individuellen soziodemographischen Variablen, Einstellungen und Verhaltensgewohnheiten von Befragten und b) internationalen Ergebnissen zu setzen.

In einer anfallenden Stichprobe von n=394 Personen wurden soziodemographische Angaben, Raucherstatus, (bei Rauchern) die Veränderungsbereitschaft sowie die Einstellungen zur Raucherpolitik erhoben. Durch Standardisierung der Daten wurde ein Vergleich mit Ergebnissen internationaler Studien möglich.

Jüngere Personen und Personen mit höherer Bildung zeigten insgesamt eine geringere Zustimmung zu ausgewählten regulierenden Maßnahmen. Die Zustimmung war stark abhängig vom Raucherstatus: Generell war sie am höchsten bei Nichtrauchern, geringfügig niedriger bei Ex-Rauchern und am niedrigsten bei aktuellen Rauchern. Bei Rauchern hing die Zustimmung wiederum mit der Bereitschaft zusammen, das Rauchen aufzugeben. Im internationalen Vergleich fand sich in der deutschen Stichprobe eine vergleichsweise hohe Zustimmung zu einem Verbot der Tabakwerbung, während die Zustimmung zur Verstärkung von Aufklärungsmaßnahmen und Tabaksteuererhöhungen vergleichsweise gering war.

Insgesamt bestätigen die Ergebnisse die Stabilität und Validität des SPI-D. Die Zustimmungswerte legen nahe, dass in der deutschen Bevölkerung v.a. Maßnahmen zur Werbeeinschränkung für Tabakprodukte vergleichsweise hohe Zustimmung finden würden. Einschränkungen in der Repräsentativität der Stichprobe mahnen jedoch zu einer vorsichtigen Interpretation dieser Ergebnisse wie auch des Vergleiches mit internationalen Daten.

Schlagwörter: Einstellungen zur Raucherpolitik, Rauchen, Public Health, Transtheoretisches Modell

 

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