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Basler, H.D., Bloem, R., Kaluza, G., Keller, S. & Kreutz, C.A. (2001). Motivation zur sportlichen Aktivität und Wohlbefinden. Zeitschrift für Gesundheitspsychologie, 9, 32 - 37.

Abstract:

Ein Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Wohlbefinden ist bekannt. Es wird untersucht, wie weit dieser Zusammenhang durch die Variablen Motivationsstufen für körperliche Aktivität und Geschlecht moderiert wird. Wir setzen einen Algorithmus ein, mit dessen Hilfe Prochaska und Velicer fünf Motivationsstufen im Rahmen des Transtheoretischen Modells unterscheiden: Absichtslosigkeit, Absichtsbildung, Vorbereitung, Handlung und Aufrechterhaltung. Habituelles Wohlbefinden wird durch einen 7-Item-Fragebogen mit guten psychometrischen Qualitäten erfaßt. An einer Querschnittsbefragung nahmen 261 Studierende der Medizin (119 Männer, 142 Frauen) teil. Unabhängig vom Geschlecht bestätigt sich, daß körperlich Aktive bei einer mittleren Effektstärke ein besseres Wohlbefinden angeben als körperlich Inaktive. Hohe Effektstärken zeigen sich hingegen, wenn Personen in der Stufe der Absichtsbildung mit solchen in der Stufe der Aufrechterhaltung verglichen werden. Männer in der Stufe der Handlung geben ein höheres Wohlbefinden an als solche in der Stufe der Absichtsbildung, während das bei Frauen nicht der Fall ist. Bei ihnen zeigen sich bedeutsame Unterschiede des Wohlbefindens zur Stufe der Absichtsbildung nur in der Stufe der Aufrechterhaltung. Vielleicht müssen Frauen länger körperlich aktiv sein als Männer, ehe sich bei ihnen eine Beeinflussung des Wohlbefindens bemerkbar macht. Personen in der Stufe der Absichtsbildung haben möglicherweise deshalb ein niedriges Wohlbefinden, weil sie in einem Konflikt stehen über die Vor- und Nachteile einer Verhaltensänderung.

Schlüsselwörter: Körperliche Aktivität, Wohlbefinden, Transtheoretisches Modell, Motivationsstufen

 

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